Fachliche Prüfung von KI-Ergebnissen

KI kann Datenschutzaufgaben schneller vorbereiten und umfangreiche Informationen übersichtlich zusammenführen. Ein KI-Ergebnis ist jedoch noch keine abschließende fachliche Bewertung. Deshalb werden die mit PrivacyMaster erstellten Arbeitsergebnisse durch qualifizierte Mitarbeitende von DSBOK geprüft, ergänzt und im konkreten Mandantenkontext eingeordnet.

KI-Ergebnisse sind eine Arbeitsgrundlage

Ein KI-System verarbeitet die Informationen, die ihm für eine Aufgabe bereitgestellt werden. Es kennt betriebliche Abläufe, frühere Entscheidungen oder besondere Anforderungen eines Mandanten nur, wenn diese Angaben in geeigneter Form einbezogen wurden. Zudem können KI-Ausgaben unvollständig, missverständlich oder sachlich falsch sein.

Auch eine überzeugende Formulierung ist daher kein Nachweis für die Richtigkeit einer Aussage. Die Ausgabe dient als Grundlage für die weitere Bearbeitung und wird nicht ungeprüft als fertige Beratung übernommen.

Was bei der fachlichen Prüfung berücksichtigt wird

Die konkrete Prüfung richtet sich nach Art, Umfang und Bedeutung der Aufgabe. Dabei werden insbesondere folgende Punkte berücksichtigt:

  • Passt das Ergebnis zur gestellten Aufgabe und zu den verfügbaren Ausgangsinformationen?
  • Sind wesentliche Sachverhalte, Beteiligte und Verarbeitungsschritte erfasst?
  • Sind Aussagen nachvollziehbar und fachlich plausibel?
  • Gibt es Widersprüche, erkennbare Lücken oder ungeklärte Annahmen?
  • Ist die vorgeschlagene Lösung für den Mandanten praktisch umsetzbar?

Bei rechtlichen Bewertungen wird zusätzlich geprüft, ob die herangezogenen Grundlagen zur konkreten Fragestellung passen. Soweit Informationen fehlen, werden diese nicht durch Vermutungen ersetzt. Erforderlichenfalls werden Rückfragen gestellt oder weitere Unterlagen angefordert.

Prüftiefe nach Aufgabe und Risiko

Nicht jede Aufgabe benötigt dieselbe Prüftiefe. Die sprachliche Überarbeitung eines kurzen Hinweises ist anders zu behandeln als eine Datenschutz-Folgenabschätzung, eine umfangreiche Vertragsprüfung oder die Bewertung eines komplexen technischen Verfahrens.

Der Prüfaufwand wird deshalb an den möglichen Auswirkungen, der Komplexität und dem Verwendungszweck des Ergebnisses ausgerichtet. Dadurch bleibt die Bearbeitung praktikabel, ohne die fachlich erforderliche Sorgfalt aus dem Blick zu verlieren.

Der Mandantenkontext bleibt wichtig

Datenschutz lässt sich nicht allein anhand allgemeiner Textbausteine beurteilen. Entscheidend sind unter anderem die tatsächlichen Prozesse, die eingesetzten Systeme, die betroffenen Personengruppen und die im Unternehmen bereits getroffenen Maßnahmen. Diese Informationen werden bei der fachlichen Einordnung berücksichtigt, soweit sie für den Auftrag vorliegen.

Freigabe und Verantwortung durch Menschen

Die abschließende Bewertung und Freigabe erfolgt durch qualifizierte Menschen. DSBOK bleibt für die eigenen fachlichen Arbeitsergebnisse verantwortlich. PrivacyMaster unterstützt die Vorbereitung und Bearbeitung, ersetzt jedoch weder Erfahrung noch eine verantwortliche Entscheidung.

Sie möchten unseren Prüfprozess kennenlernen?

Gern erläutern wir Ihnen, wie KI-Unterstützung und fachliche Kontrolle bei Ihrer konkreten Datenschutzaufgabe zusammenspielen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder informieren Sie sich über „PrivacyMaster mieten“.