KI-Unterstützung für Datenschutzbeauftragte
PrivacyMaster soll künftig nicht nur innerhalb der DSBOK eingesetzt werden. Wir planen, die Plattform bis Ende 2026 auch externen und internen Datenschutzbeauftragten als Mietlösung zur Verfügung zu stellen.
Geplant sind zwei Bereitstellungsmodelle:
PrivacyMaster als SaaS-Lösung
Nutzung der Plattform als zentral bereitgestellter und betriebener Service.
PrivacyMaster On-Premises
Betrieb von PrivacyMaster in einer eigenen bzw. kontrollierten Infrastruktur – insbesondere für Organisationen mit erhöhten Anforderungen an Datenschutz, Vertraulichkeit und Informationssicherheit.
Unser Ziel ist dabei nicht, Datenschutzbeauftragte durch KI zu ersetzen. PrivacyMaster soll vielmehr als leistungsfähiges Werkzeug die fachliche Arbeit unterstützen, umfangreiche Prüf- und Dokumentationsaufgaben beschleunigen und bei wiederkehrenden Tätigkeiten entlasten.
Was PrivacyMaster leisten soll
PrivacyMaster verbindet unterschiedliche Aufgaben der operativen Datenschutzarbeit in einer gemeinsamen KI-gestützten Umgebung. Die einzelnen Module können dabei aufeinander aufbauen und Informationen aus bereits durchgeführten Prüfungen und Bearbeitungsschritten berücksichtigen.
Geplant ist unter anderem die Unterstützung bei folgenden Aufgaben:
- DSGVO-Basis-Umsetzung – strukturierte Erfassung und Bearbeitung grundlegender datenschutzrechtlicher Anforderungen
- Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (VVT) – Unterstützung beim Anlegen und Bearbeiten von Verarbeitungstätigkeiten
- Prüfung von Auftragsverarbeitungsverträgen (AVV) – Analyse und Bewertung von Vereinbarungen zur Auftragsverarbeitung
- Prüfung von Joint-Controller-Vereinbarungen (JC) – Unterstützung bei der Prüfung von Vereinbarungen zur gemeinsamen Verantwortlichkeit
- Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) – Erstellung und Bewertung von TOM bezogen auf konkrete Verarbeitungstätigkeiten
- Datenschutz-Folgenabschätzungen (DSFA) – strukturierte Unterstützung bei der Durchführung und Dokumentation einer DSFA
- Datenschutzerklärungen für Webseiten – Analyse einer Webseite und Erstellung einer dazu passenden Datenschutzerklärung
Damit soll PrivacyMaster nicht nur einzelne Texte generieren, sondern Datenschutzbeauftragte bei zusammenhängenden Arbeitsprozessen unterstützen.
Warum PrivacyMaster noch nicht vermietet wird
PrivacyMaster wird bereits für die Datenschutzarbeit der DSBOK entwickelt und eingesetzt. Vor einer breiteren Bereitstellung möchten wir jedoch insbesondere zwei Bereiche weiter verbessern: die Qualität der Ergebnisse und die Skalierbarkeit des Systems.
Die vollständige Nutzung der verschiedenen PrivacyMaster-Module ist teilweise sehr rechenintensiv. Das gilt insbesondere dann, wenn komplexe Sachverhalte analysiert, umfangreiche Dokumente geprüft oder mehrere Arbeitsschritte miteinander verbunden werden.
Ein vollständiger Datenschutzprozess kann beispielsweise die Erfassung einer Verarbeitungstätigkeit, die Prüfung eines AVV, die Bewertung der technischen und organisatorischen Maßnahmen und gegebenenfalls die Erstellung einer Datenschutz-Folgenabschätzung umfassen. PrivacyMaster muss hierfür erhebliche Mengen an Informationen verarbeiten und fachlich miteinander in Beziehung setzen.
Für den produktiven Einsatz bei einer größeren Zahl von Datenschutzbeauftragten reicht es deshalb nicht aus, dass das System grundsätzlich funktioniert.
Es muss zuverlässig, reproduzierbar und wirtschaftlich skalierbar funktionieren.
Genau daran arbeiten wir derzeit.
Qualität vor Geschwindigkeit
Bei Datenschutzberatung geht es nicht darum, möglichst schnell irgendeine KI-Antwort zu erzeugen.
Entscheidend ist die Qualität des Ergebnisses.
Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, die fachlichen Abläufe von PrivacyMaster zu verbessern, Ergebnisse unterschiedlicher Verarbeitungsschritte besser miteinander zu verknüpfen und die Qualität der erzeugten Bewertungen und Dokumente weiter zu erhöhen.
Gleichzeitig optimieren wir die technische Architektur, damit auch rechenintensive Vorgänge künftig in einer Mietumgebung wirtschaftlich bereitgestellt werden können.
Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, möchten wir PrivacyMaster für einen größeren Nutzerkreis öffnen.
Für externe Datenschutzbeauftragte
Gerade externe Datenschutzbeauftragte bearbeiten häufig ähnliche Aufgaben für viele unterschiedliche Mandanten.
PrivacyMaster soll dabei helfen, wiederkehrende Prüf-, Analyse- und Dokumentationsprozesse effizienter durchzuführen und gleichzeitig eine konsistente Arbeitsweise über verschiedene Mandate hinweg zu ermöglichen.
Die KI übernimmt dabei nicht die Verantwortung des Datenschutzbeauftragten. Sie unterstützt bei Analyse, Strukturierung, Prüfung und Dokumentation.
Die fachliche Bewertung und die Entscheidung darüber, welches Ergebnis gegenüber einem Mandanten verwendet wird, verbleiben beim Menschen.
Für interne Datenschutzbeauftragte
Auch interne Datenschutzbeauftragte sollen PrivacyMaster künftig für die Datenschutzorganisation ihres Unternehmens oder ihrer Organisation einsetzen können.
Dabei kann insbesondere eine On-Premises-Variante interessant sein, wenn sensible Unternehmensinformationen oder personenbezogene Daten nicht außerhalb einer kontrollierten Infrastruktur verarbeitet werden sollen.
Welche technischen Bereitstellungsmodelle und Anforderungen hierfür konkret angeboten werden, wird derzeit noch entwickelt.
SaaS oder On-Premises
Für die geplante Mietversion untersuchen wir derzeit beide Modelle.
Eine SaaS-Version soll einen möglichst einfachen Einstieg ermöglichen, ohne dass Unternehmen selbst eine umfangreiche technische Infrastruktur für PrivacyMaster betreiben müssen.
Eine On-Premises-Version soll sich insbesondere an Datenschutzbeauftragte, Unternehmen und Organisationen richten, bei denen Vertraulichkeit, technische Kontrolle und individuelle Anforderungen an die Infrastruktur eine besonders große Rolle spielen.
Wie die endgültigen Leistungs- und Bereitstellungsmodelle aussehen werden, hängt auch von den Ergebnissen der laufenden Skalierungs- und Praxistests ab.
Geplanter Start: bis Ende 2026
Unser derzeitiges Ziel ist es, PrivacyMaster bis Ende 2026 als Mietlösung verfügbar zu machen.
Bis dahin konzentrieren wir uns auf die weitere Verbesserung der Ergebnisqualität, die Optimierung der einzelnen Datenschutzmodule und insbesondere auf die Skalierung der erforderlichen KI- und Rechenleistung.
Wir möchten PrivacyMaster nicht möglichst früh vermieten.
Wir möchten es dann anbieten, wenn wir davon überzeugt sind, dass Datenschutzbeauftragte damit professionell arbeiten können.
Interesse an PrivacyMaster?
Sie sind externer oder interner Datenschutzbeauftragter und möchten PrivacyMaster künftig einsetzen?
Dann können Sie bereits jetzt Ihr Interesse anmelden.
Wir informieren Interessenten über die weitere Entwicklung, geplante Bereitstellungsmodelle und die Möglichkeit, PrivacyMaster vor dem offiziellen Start kennenzulernen.
PrivacyMaster soll KI nicht an die Stelle des Datenschutzbeauftragten setzen – sondern dem Datenschutzbeauftragten ein leistungsfähiges neues Werkzeug an die Hand geben.

