Kurzantwort: PrivacyMaster schützt personenbezogene und vertrauliche Daten durch ein Zusammenspiel technischer und organisatorischer Maßnahmen. Welche Maßnahmen erforderlich sind, richtet sich nach der konkreten Aufgabe, den verwendeten Systemen, der Art der Informationen und den möglichen Auswirkungen eines Vorfalls. Eine pauschale Sicherheitsgarantie wäre nicht seriös.
Welche technischen Maßnahmen kommen in Betracht?
Je nach Verarbeitung können insbesondere folgende Schutzmaßnahmen relevant sein:
- begrenzte Benutzerkonten und aufgabenbezogene Zugriffsrechte,
- angemessene Anmelde- und Berechtigungsverfahren,
- geeignete Übertragungswege für Unterlagen und Ergebnisse,
- Reduzierung oder Pseudonymisierung nicht erforderlicher Angaben,
- kontrollierte Speicherorte und festgelegte Löschprozesse sowie
- Protokollierung und Prüfung erkennbarer Abweichungen.
Unter dem Suchbegriff „technische Maßnahmen KI“ werden häufig einzelne Sicherheitsfunktionen betrachtet. Entscheidend ist jedoch der gesamte Datenweg: Bereitstellung, mögliche Arbeitskopien, Eingaben und Ausgaben des KI-Systems, fachliche Prüfung, Speicherung und spätere Löschung.
Warum reichen technische Funktionen allein nicht aus?
Auch eine sichere technische Funktion kann falsch eingesetzt werden. Deshalb gehören klare Zuständigkeiten, Arbeitsanweisungen, ein kontrollierter Umgang mit vertraulichen Unterlagen und geregelte Meldewege zum Schutzkonzept. Zugriffsrechte müssen zur Aufgabe passen und bei Änderungen überprüft werden.
Vor dem Einsatz externer Dienste werden außerdem verfügbare Informationen zu Vertrag, Datenschutz, Unterauftragnehmern, Speicherpraxis und Sicherheitsfunktionen betrachtet. Maßgeblich sind der tatsächlich genutzte Tarif und die gewählten Einstellungen, nicht allein allgemeine Werbeaussagen eines Anbieters.
Wie werden passende Maßnahmen ausgewählt?
Die Auswahl erfolgt risikobezogen. Ein abstrahierter Sachverhalt ohne Namen benötigt regelmäßig einen anderen Schutzrahmen als umfangreiche Beschäftigtendaten, Gesundheitsinformationen oder Geschäftsgeheimnisse. Artikel 32 DSGVO verlangt ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau. Die DSK-Orientierungshilfe zu KI-Systemen überträgt diese Betrachtung auf Entwicklung und Betrieb von KI-Systemen.
Weitere Einzelheiten enthält die Seite Technische und organisatorische Maßnahmen. Für besonders schutzbedürftige Dokumente hilft außerdem die FAQ Vertrauliche Unterlagen bearbeiten.
Wer prüft die Wirksamkeit?
PrivacyMaster kann Prüfungen strukturieren und Auffälligkeiten sichtbar machen. Qualifizierte Menschen bewerten jedoch die konkrete Verarbeitung, wählen erforderliche Maßnahmen aus und verantworten die Freigabe. Auch geeignete Maßnahmen können Risiken reduzieren, aber nicht vollständig ausschließen.
Sie möchten die Schutzanforderungen Ihres Anwendungsfalls klären? Sprechen Sie uns an. Wir erläutern die vorgesehenen Maßnahmen bezogen auf Aufgabe, Daten und Systemkonfiguration.

